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Touristensteuer im Überblick – Kosten, Höhe & Hintergründe

Touristensteuer SymbolbildDie Touristensteuer auf Mallorca (oft auch Ecotasa genannt) sorgt seit Jahren für Diskussionen und Schlagzeilen. Hinter der Gebühr steckt aber ein ziemlich klarer Gedanke: Sie soll den Massentourismus abfedern und gleichzeitig Geld bereitstellen, um Umwelt- und Infrastrukturprojekte vor Ort möglich zu machen. Seit dem 1. Juli 2016 wird die Steuer auf allen Balearen-Inseln erhoben.

 
 
Höhe der Steuer im Detail

Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem Unterkunftstyp, der Anzahl der Sterne, der Saison und natürlich davon, wie lange Sie bleiben. Sie wird pro Person und Nacht berechnet und gilt grundsätzlich ab 16 Jahren – darunter sind Kinder und Jugendliche vollständig befreit. Ab der zehnten Nacht wird der Satz dann um die Hälfte reduziert, damit längere Aufenthalte attraktiver sind. Für 2026 bleiben die Tarife voraussichtlich weitgehend stabil, auch wenn es ursprünglich geplante Anpassungen gab, die inzwischen verschoben wurden.

Hauptsaison (1. Mai - 31. Oktober):

  • Die Tarife reichen von 1 € bis 4 € pro Tag und Platz, je nach Art der Unterkunft
  • Beispiele:
    • 5-Sterne-Hotels: 4 €
    • 4-Sterne-Hotels: 3 €
    • 3-Sterne-Hotels: 2 €
    • Hostels/Campingplätze: 1 €

Nebensaison (1. November - 30. April):

  • Die Tarife sind deutlich niedriger und reichen von 0,25 € bis 1 € pro Tag und Platz
  • Beispiele:
    • 5-Sterne-Hotels: 1 €
    • 4-Sterne-Hotels: 0,75 €
    • 3-Sterne-Hotels: 0,5 €
    • Hostels/Campingplätze: 0,25 €

Wichtige Ausnahmen:

  • Kinder unter 16 Jahren sind befreit
  • Ab dem 9. Tag des Aufenthalts wird die Steuer um 50% reduziert
  • Kreuzfahrtpassagiere mit Heimathafen auf den Balearen sind befreit

Für Ferienwohnungen (touristische Ferienhäuser/-wohnungen) sind die Tarife wie folgt:

Hauptsaison (1. Mai - 31. Oktober):

  • 2 € pro Tag und Platz

Nebensaison (1. November - 30. April):

  • 0,5 € pro Tag und Platz

Wichtig zu beachten:

  • Ab dem 9. Tag des Aufenthalts wird die Steuer um 50% reduziert
  • Kinder unter 16 Jahren zahlen nicht
  • Zusätzlich fallen 10% MwSt. an (nicht im Tarif enthalten)

Quelle: illessostenibles.travel/de
Sie können auf dieser Seite für weitere Informationen auch den Chat-Bot nutzen. Er kommuniziert auch auf deutsch.

💡Tipp: Berechnen Sie die Steuer für nachhaltigen Tourismus für Ihren Aufenthalt auf den Balearen mit dem ITS-Rechner

 

Wer muss zahlen und welche Unterkünfte sind betroffen?

In der Praxis trifft die Steuer fast alle Gäste, die in offiziellen Unterkünften übernachten also in Hotels, Hostels, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen. Sogar bei Schiffen und manchen registrierten Privatvermietungen kann sie relevant sein. Wirkliche Ausnahmen gibt es eher selten, zum Beispiel für bestimmte Dauercamper oder für Behindertengruppen.

Der Gast ist dabei grundsätzlich steuerlich verantwortlich. Dennoch kümmert sich in der Regel der Betreiber der Unterkunft um die Erhebung und leitet die Beträge an die Agència Tributària de les Illes Balears (ATIB) weiter. Damit es für die Gäste keine Überraschungen gibt, integrieren viele Hotels die Steuer mittlerweile auch direkt in ihre Pauschalpreise.

 

Zweck und Nutzung der Einnahmen

Der Fonds steckt das Geld in ganz konkrete Projekte. Dazu gehören etwa der Schutz von Naturparks und Küsten, die Sanierung historischer Orte sowie Maßnahmen für nachhaltige Mobilität zum Beispiel der Einsatz von E-Bussen. Außerdem hilft das dabei, das Angebot stärker zu diversifizieren und nicht nur auf klassischen Badeurlaub zu setzen.

Auf illesostenibles.travel finden Sie dazu transparente Projektberichte von Maßnahmen zur Abfallreduktion bis hin zu Kulturfestivals. Insgesamt sind bisher Hunderte Millionen Euro in mehr als 1.000 Initiativen geflossen.



Hinweis: Alle hier genannten Tarife und Regelungen sind Angaben ohne Gewähr. Politische Entscheidungen können sie jederzeit anpassen, wie kürzlich eine geplante Erhöhung verschoben wurde. 

 

Mein Fazit

Aus meiner Sicht ist die Touristensteuer aus mehreren Gründen sinnvoll. Sie hilft dabei, die Folgen des Massentourismus abzufedern, indem sie in den Umweltschutz, den Zustand der Strände und in die öffentliche Infrastruktur fließt. Außerdem kann sie dazu beitragen, dass Reisen bewusster abläuft, ohne dass dabei die Kosten einseitig bei den Einheimischen landen.

Auch wenn der Betrag für den Einzelnen eher klein wirkt, ist er zusammen mit den anderen Beiträgen ein echter Baustein, um die Lebensqualität auf der Insel zu sichern und die natürliche Schönheit langfristig zu erhalten.

Weitere Infos wofür die Steuer verwendet wird findet man hier: illessostenibles.travel/de

 

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