Karte Capocorb Vell
Digitalisierungsvorlage: Kartendaten © OpenStreetMap, CC-BY-SA

17 - Capocorb Vell


Ein Ort voller Rätsel

Wenn Sie sich für Mallorcas Vorgeschichte und die Spuren der talayotischen Zeit interessieren, ist die Siedlung von Capocorb Vell ein ein guter Tipp. Zwischen niedrigen Steinmauern, alten Türmen und einem kleinen „Steinlabyrinth“ fühlt es sich an, als würden Sie in eine sehr alte, fast vergessene Inselwelt eintauchen – genau das macht den Ort so besonders und mystisch. Auch heute wird noch darüber diskutiert, welche Bedeutung manche Bereiche genau hatten, obwohl hier bereits viel freigelegt wurde. 

Die talaiotische Siedlung liegt im Süden Mallorcas bei Llucmajor. Am einfachsten erreichen man die Anlage über die Ma-6014 Richtung Cala Pi/Cap Blanc. Die Ausgrabungsstätte ist ausgeschildert. Der Eingang liegt direkt an der Straße und man bekommt die Tickets dort in der kleinen Snack Bar. Der Eintritt ist mit 3,- € sehr günstig. Über einen QR-Code kann man eine Beschreibung des Rundgangs im PDF-Format auf sein Smartphone laden. Die Erläuterungstafeln auf dem Gelände sind teilweise schlecht zu lesen.

Vor etwa 3000 Jahren lebten hier Menschen aus der talayotischen Zeit der Balearen. Den Informationen vor Ort zufolge führten sie ein eher bodenständiges Leben im Einklang mit der Natur, hielten vor allem Schafe und Ziegen und lebten in Familienverbänden. Später kamen Einflüsse von außen hinzu – zunächst durch andere Mittelmeervölker, später durch die Römer – was das Leben vor Ort nach und nach veränderte.

 

 

Mehrere Talayots (Steintürme) in unterschiedlichen Formen prägen die Anlage, darunter sowohl runde als auch quadratische Bauwerke. Einige sind besonders gut erhalten und besitzen mehrere Ebenen, die über enge Gänge miteinander verbunden sind. Gleich am Anfang des Rundweges steht man vor einem riesigen runden Talayot und man fragt sich sofort, wie haben es die Menschen damals geschafft, diese schweren Steine zu einem Gebäude zu stapeln?

 

Die verschiedenen Strukturen der Anlagen sind oft durch Mauern und Raumgruppen miteinander verbunden und wirken stellenweise wie ein kleines Steinlabyrinth. Gößere Bereiche werden als mögliche kultische Orte interpretiert.

 

Die Bedeutung der Talayots ist immer noch nicht endgültig geklärt. Lange wurde Capocorb Vell einfach als talayotisches Dorf gedeutet: Talayots als „Dorftürme“. Neuere Deutungen sehen die Anlage eher als zeremonielles Zentrum. Erste Ausgrabungen gab es bereits 1918, später wurde weiter geforscht – und bis heute bleibt ein gewisser Geheimnischarakter, der den Besuch besonders macht. 

 

Weitere Informationen, Öffnungszeiten und aktuelle Eintrittspreise findet man auf der Offiziellen Homepage von Cabocorb Vell



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