Ein Besuch der Hauptstadt Mallorcas
gehört eigentlich zum Pflichtprogramm eines Inselbesuchs.
Wer mit dem Mietwagen in die Stadt fährt, kann sehr
gut in der Tiefgarage am Parc
de la Mar parken, direkt unterhalb
der Kathedrale. Dies ist auch ein idealer Ausgangspunkt für
einen Stadtrundgang.
Beim verlassen der Tiefgarage über
den Ausgang zum Parc de la Mar fällt der Blick sofort
auf das gigantische Bauwerk der Kathedrale
La Seu. Links anschließend
befindet sich der Königspalast Palau
de l’Almudaina, der
Amtssitz des spanischen Königs, wenn er mal wieder
ein paar Tage oder Wochen auf der Insel verbringt.
Für eine Besichtigung der Kathedrale
sollte man die morgendlichen Öffnungszeiten von 10.00
bis 12.30 Uhr nutzen, denn dann scheint die Morgensonne durch
die gewaltige Rosette an der Ostseite und erleuchtet das
Innere der Kirche mit einem bunten Lichterspiel. Nicht umsonst
bedeutet der Name „la Seu“ übersetzt „das
Licht“.
Nach einem kurzen Spaziergang durch
die engen Altstadtgassen findet man dank guter Beschilderung östlich
der Kathedrale schnell den Weg zu den Banys Àrabs,
den arabischen Bädern. Man sollte hier nicht zuviel
erwarten, aber das Gesamtbild der kleinen Anlage mit ihrem
schönen Garten ist wirklich sehenswert und ein Ort
der Stille in dieser lebhaften Stadt.
Gleich um die Ecke am Ende einer Sackgasse
liegt das Convent de Santa
Clara, eine kleine Klosteranlage,
in der heute noch Nonnen leben. Auffällig ist der minarettartige
Turm der Kirche, der dem aufmerksamen Betrachter schon vom
Parc de la Mar aus aufgefallen sein dürfte.
Weiter nördlich liegt das Kloster Convent
de Sant Francesc. Vor der
Kirche steht das Denkmal des Gründers der amerikanischen
Stadt San Franzisco, dem Franziskanermönch Juniper
Serra. Innerhalb der Klosteranlage kann man u.a. einen
sehr schönen spätgotischen Kreuzgang bewundern.
Folgt man den Gassen weiter Richtung
Westen, kommt man zum Rathaus der
Hauptstadt. Dieses eindrucksvolle Gebäude sollte man
aus einiger Entfernung auf sich wirken lassen. Der Bau besteht
aus 2 Gebäudeteilen, die im breiten Winkel über
Eck miteinander verbunden sind.
Auf dem Weg zurück Richtung
Königspalast passiert man noch das Parlamentsgebäude
der mallorquinischem Regierung. Im Park S’Hort
del Rei unterhalb des Palaude
s’Almudaina kann man sich im Schatten der Bäume
vom Stadtrundgang erholen.
Geht man die Küstenstraße
weiter Richtung Westen, kommt man zum historischen Gebäude
der Seehandelsbörse Sa
Lotja. Kurz darauf folgt die
neu restaurierte Festungsanlage Baluarte
de San Pedro, die seit 2004
ein Museum für moderne Kunst beherbergt. Von der Mauer
hat man einen tollen Blick über den Hafen und auf das
auf einen Hügel liegende Castel
de Bellver.
Dies sind nur ein paar Anregungen
für eine Stadtbesichtigung, doch Palma hat noch viel
mehr zu bieten. Allein eine Besichtigung der gewaltigen
Hafenanlagen, vom Fischerhafen, über den Yachthafen,
bis zur Anlegestelle für die großen Kreuzfahrtschiffe
ist schon lohnenswert.
Einige sehr gute Vorschläge für
Stadtrundgänge bietet der Mallorca Reiseführer
des DuMont Verlags aus der Reihe „Richtig Reisen“.
Hier findet man zahlreiche Beschreibungen und Hintergrundinformationen.
Ein Stadtplanausschnitt erleichtert die Orientierung in der
verwinkelten Altstadt.